RAI Raiffeisenbank in Oensingen

1. Rang, Projektwettbewerb offen, zweistufig
2010

 

Die räumliche Idee für den Bankinnenausbau basiert auf dem Gedanken, das städtebauliche Prinzip des neuen Ortes - das Spiel aus Volumen und Zwischenräumen - in das Innere der zukünftigen Bank zu übertragen. Damit schaffen wir thematisch und gestalterisch eine Überleitung von Aussen und Innen und verorten die Bank in ihrem regionalen Umfeld.
Die gesamte Grundfläche im Erdgeschoss dient der Kundenhalle und wird nicht in einzelne Räume aufgeteilt, sondern durch die Volumen der Beratungsräume in einzelne Zonen gegliedert. Durch die Position dieser Kuben entstehen fliessende Bereiche unterschiedlicher Grösse und Qualität. Mit einer grosszügigen, einladenden Geste öffnet sich die Kundenhalle zum Platz hin, empfängt den Kunden und leitet ihn in das Innere der Bank. Der Raum als Ganzes bleibt in seiner Grösse überschaubar und erleichtert den Kunden und den Mitarbeitern die Orientierung.
Die drei Obergeschosse bleiben dem Personalbereich vorbehalten. Das Thema der Kuben und Volumen, möchten wir für auch für die Personalbereiche aufnehmen. Es sind hier sogenannte “aktivierte Möbel“, die in der Grundrissmitte eine zentrale Zone ausbilden, von der alle Räume erschlossen werden können und in der die Infrastrukturbereiche zu finden sind. Im Bereich der Erschliessungskerne sind diese Möbel raumhoch und bieten Stauraum und Stellflächen für Kopierer und dergleichen. Alle anderen Möbel sind als 1.20 m hohe Raumteiler (Regale/Schränke) ausgebildet, welche in den Teambüros bei sitzender Tätigkeit einen Sichtschutz und akustischen Schutz darstellen und im Stehen als Möglichkeit für Kurzbesprechungen die Kommunikation und den gedank-lichen Austausch fördern.